Über den Knochen singen

Veröffentlicht auf von Runenhex

Über den Knochen singen

Ich singe über meiner Seele

Ich singe über meinen Knochen

Ein Lied der Liebe

Ein Lied des Lebens

Immer wieder passiert es … Erlebnisse oder Begegnungen erschüttern die Seele.

Immer wieder falle ich in Unwissenheit und Schmerz

Immer wieder liebe ich mich zurück

Frauen sind die Verkörperung des Archetypes der Urmutter Natur, sowie ein Fuchs die Verkörperung des großen Geistes der Füchse ist. Urmutter Natur, die alle Wesen schafft und sterben läßt, nur um ihnen wieder neue Form zu verleihen, wieder und wieder. Töchter der Erde… lernt Eure Seele, Eure Knochen zu besingen um immer wieder aufzustehen. Neu zu entstehen.

Wir haben wilde Zeiten. Es passiert soviel, was unser Sein, unsere Seele verletzt.

Doch es kann uns nichts anhaben.

Denn die Töchter der Erde haben immer die Kraft

Nicht nur zu sterben

Sondern auch aufzuerstehen

Du kannst eine Seele verbiegen und verzerren. Du kannst ihr Wunden schlagen, sie kränken und Narben des Terrors auf ihr hinterlassen. Aber sie stirbt nicht, denn du kannst die Seelen-Knochen zusammenklauben und sie mit deiner Weiber macht besingen.

Man sagt… wenn Du mit Liebe über den Knochen singst

Belebst Du sie und sie stehen auf und schütteln alles Tote ab

Sing also, Erdentochter, sing Dein Lied

aus Liebe und Leben und Freude

Über deinem gebrochenen Herzen

Über deiner traurigen Seele

Über deinen gebrochenen Knochen

Und sieh, welche Kraft Du hast

Aufzustehen und Deinen Weg zu gehen.

Inspiriert… grade im richtigen Moment… von der Geschichte der La Loba.

Die wilde Frau La Loba sucht sie zusammen, die Knochen (der Seele) der wilden Frau, der Wölfin. Wenn sie ein vollständiges Skelett zusammen hat, wenn alles sich am rechten Platz befindet, wenn jeder Rückenwirbel passt, dann läßt sie ihre faltigen Hände darüber schweben und singt.

Mit erhobenen Armben steht sie über dem Wolfsgebein (der Wolfsseele) und läßt den Gesang ertönen, der ihr für diese Seele allein ins Herz gegeben wird. Und dann dauert es nicht lange, bis eine Spur von Fleisch, dann von Fell sichtbar wird, wie der Schweif buschig wird und Leben in das Wesen eintritt. La Loba singt, und die Kreatur (der Seele) unter ihr nimmt Gestalt an. Bis der Wolf zu atmen beginnt.

La Loba singt weiter. Immer lauter und immer tiefer… so tief das die Bergwände zittern. Und während sie so herrlich singt, öffnet der Wolf seine Seelenaugen, springt auf und rast ins Leben davon. Auf und davon. Und nur wer Augen hat, die das Geschöpf bis zum fernen Horizont verfolgen können, sieht, daß es sich von einem Moment zum anderen wieder verwandelt und die Gestalt einer Frau annimmt – einer Frau, die sich lauf auflachend schüttelt und hinter dem Horizont verschwindet.

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post