Nicht ganz von dieser Welt

Veröffentlicht auf von Runenhex

Nicht ganz von dieser Welt

So… nun hab ichs gelesen…das Buch über Hybridseelen von Tanis Helliwell. Und ja. Es tut so gut von sich selbst zu lesen. Zu sehen, das all das was man seit vielen Jahren einfach weiß, auch von anderen so gesehen wird.

Sicher hat Tanis mit Hilfe von Lloyd dem Leprechaun nun einige von uns erkannt und hat versucht zu erklären was es mit unsereiner auf sich hat. Ich kann natürlich nur von den Elementarwesen-Hybriden sprechen, den so einer bin ich. Zwar hat Tanis von meiner Art nichts geschrieben… was verständlich ist, da sie ihre Studien nicht in unserem Land betrieb, aber sie hat uns sowas wie einen „Personalausweis“ geschrieben. Sie hat uns für Menschen „echt“ gemacht. Zumindest für die Menschen, die das Buch lesen.

Dafür danke ich Ihr von Herzen … und Lloyd natürlich sowieso.

Mich begleitet mein Freund, Lehrer und Vertrauter Morak. Morak ist ein Zwerg, so etwa nen Meter groß. Uns verbindet jahreslanges Zusammenleben und zusammen lernen. Ohne ihn würde ich so manches Mal sehr ratlos in der Menschenwelt herumdümpeln. Doch er zeigt immer den Weg. Oder aber er weißt mich darauf hin, daß kein Motoröl mehr im Auto ist ;)

Viele meiner Freunde und auch Außenstehende kennen Morak. Und manchmal hat er auch für sie den einen oder anderen guten Tipp… wobei er das nicht besonders mag. Er ist kein Orakel, das man befragen kann und sicher eine Antwort bekommt. Obwohl er meistens eine weiß. Aber er weiß auch, dass es manchmal besser ist, Mensch findet selber etwas heraus.

Morak und ich sind in dieser Welt, wie auch in der anderen Welt zusammen unterwegs. Oft begleitet er mich nachhause zu den Nevoi. Zu meiner Sippe. Diese Auszeiten wurden mir mit der Erkenntnis geschenkt wer ich bin und zu wem ich gehöre. Und sie machen mir das Leben einfach schön.

Tanis hat vergessen… oder wollte in ihrem Buch nicht so weit gehen … das wir als Hybridseelen nicht nur als Menschen existieren, sondern, wenn wir die Welt wechseln – was wir sehr gut können – sind wir das Wesen, das in uns lebt. So bin ich ein Waldwesen… für das es in Menschenworten noch keine ordentliche Kategorie gibt.

Ich bin sehr verwandt mit den Bäumen. Eine besondere Beziehung habe ich zu Eichen. Ich wollte inkarnieren. Um die Menschen an die Erde zu erinnern als Mutter, als liebende Mutter. Mein anderer Teil, mein Gefährte und innigstes Wesen, blieb drüben. Lange hab ich gesucht… hier unter den Menschen… ob er nicht doch auch irgendwo in einem Menschen auftaucht…. Denn wir können hier wie drüben sein. Aber nein. Leider ist es wahr, was er immer sagt… ich bin hier und du kommst zurück (sehr menschlich ausgedrückt). Er fehlt mir hier oft sehr… wobei ich ihn oft ganz unvermittelt deutlich spüren kann.

Hybrid sein ist eigentlich ziemlich blöd. Denn je mehr man erkennt, desto weniger versteht man die Menschen. Und ich spreche nicht von den großen Dingen wie Wirtschaft und Politik. Es beginnt schon im kleinsten… worüber gelacht wird, worüber geweint, wo die Wut entsteht, wo Enttäuschung. Die Begeisterung für Gewalt in jeder Form, ob als Zuschauer (Fernsehen, Filme) oder Täter. Die Abhängigkeit vom Haben wollen. Die Lautstärke. Die vielen Worte. (Wobei ich gerne mit Worten spiele, sonst würde ich nicht schreiben). Das Geld. Und die Gier. All das wird immer unverständlicher und führt einfach zu dem Wunsch, mich rauszunehmen.

Ich weiß wo ich herkomme. Ich weiß wohin ich zurück darf. Und ich habe oft Sehnsucht danach, endlich ganz heim zu dürfen. Ein plumber Psychologe würde sagen ich habe Todessehnsucht… nein… ganz und gar nicht. Tod werden macht Aua. Aua mag ich nicht. Nein, es ist einfach das Wissen wo es danach hingeht, das mich drauf freuen lässt.

Ich mach jetzt das wilde Menschentreiben sehr gerne seit über 40 Jahren mit. Und ich freue mich auf noch ein paar wilde, verrückte, spannende Jahre voller toller Erlebnisse. Aber mit der Zeit möchte ich mich dann zurückziehen dürfen…. Das spüre ich jetzt schon.

Die Arbeit als schamanische Hexe gibt mir jedoch auch jetzt schon genug Gelegenheit, immer in Verbindung zu sein und das auch ganz offiziell zu leben. Wie schlimm stell ich es mir vor, Hybrid zu sein und nicht dazu stehen zu können – aus gesellschaftlichen Zwängen heraus. Vielen, ganz vielen von uns geht es so… das sich einsortieren wird dann immer schwieriger und es zerreißt ihnen schier die Nerven. Es ging mir auch mal so… und ich habe es nie bereut, mich dennoch über diese Vorstellungen und Zwänge der Gesellschaft hinweg zu setzen und so zu leben, wie es mir eher passt.

Ich möchte niemanden „aufwiegeln“… aber wenn Ihr nun schon wisst wer und was Ihr seid… ob ihr es nun von selbst herausgefunden habt oder es vielleicht durch das Buch von Tanis Helliwell erkannt habt… lebt es. Ihr könnt es auf Dauer nur ganz vorne hinstellen im Leben. Denn es lässt sich nicht verdrängen. Und versucht Ihr es doch, wird es euch nicht gut gehen damit.

So… nun will ich versinken im Wald. Im Moos eingekuschelt. Unter Sternen- oder Wolkenhimmel. Atmend sein. Während die Seele nach Hause reist….

Samja na Nevoi

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